Der Wunsch, ein Kind zu bekommen, war so stark, dass er jede Faser von Mias und Marks Herzen erfüllte und sie dazu trieb, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um ihn zu verwirklichen.
Nach mehreren erfolglosen Versuchen, schwanger zu werden, und hohen Ausgaben für Behandlungen und künstliche Befruchtung akzeptierten sie schließlich die Tatsache, dass sie kein eigenes Kind bekommen würden.
Am Ende fassten sie den Entschluss, ein Kind zu adoptieren. Doch alles stellte sich als schwieriger heraus, als sie erwartet hatten.

Mia übernahm die Verantwortung für den Adoptionsprozess, da Mark durch die Leitung seines Unternehmens stark eingebunden war.
Sie musste Kontakt zu Agenturen aufnehmen, Formulare ausfüllen und Listen von Kindern durchsehen, die ein liebevolles Zuhause benötigten.
Während sie die Unterlagen durchblätterte, fiel ihr ein kleines Kind auf, vielleicht drei Jahre alt.
Ursprünglich hatten Mia und Mark den Wunsch, ein Baby zu adoptieren. Doch als sie erkannten, dass die Chancen dafür gering waren, entschieden sie sich, ein etwas älteres Kind in ihr Zuhause und ihre Herzen aufzunehmen.
Das Kind, von dem Mia den Blick nicht abwenden konnte, hatte die schönsten Augen, die sie je gesehen hatte – sie erinnerten sie an den Himmel.
Als sie das Bild sah, hatte Mia das Gefühl, dieses Kind schon ewig zu kennen.

Nachdem alles geregelt war, nahmen sie schließlich Sam bei sich auf.
Es gab keinen süßeren Jungen als ihn. Und das Wichtigste war: In den ersten Wochen fühlte Sam sich sichtlich wohl bei Mia und Mark und begann sogar, Mia „Mama“ zu nennen.
Alles schien perfekt. Mia fühlte sich wie der glücklichste Mensch auf Erden, als ihr größter Traum – Mutter zu sein – endlich wahr wurde.
Mia war dankbar, dass sich alles zum Guten gewendet hatte, und das Leben fühlte sich wunderbar an.
Doch eines Abends, der so begann wie jeder andere, änderte sich alles.
Als Sam bereit war für ein Bad, äußerte Mark den Wunsch, ihm dabei zu helfen. Mia glaubte, dass dies die Vater-Sohn-Beziehung stärken würde, und freute sich, dass Mark sich in seine neue Rolle einbrachte.

Doch als Mark Sam beim Ausziehen und in die Badewanne half, sagte er plötzlich: „Wir müssen ihn zurückgeben!“
Mia erstarrte. „Was ist los?“, fragte sie sich.
„Wie können wir ein Kind zurückgeben, Mark?“, fragte sie ihn.
Mark schien jedoch entschlossen. Er behauptete, er könne mit dem neuen Leben nicht umgehen, und die ganze Situation sei zu viel für ihn.
Mia war am Boden zerstört. Sie war schockiert über Marks Worte. Diese plötzliche Veränderung seiner Gefühle war völlig untypisch.
Doch Mia wusste, dass hinter Marks Aussage mehr steckte, als er zugab.
Es wurde eine lange Nacht. Mia fand kaum Schlaf. Doch dann hatte sie eine Eingebung. Sowohl Mark als auch Sam hatten Muttermale an der Unterseite ihrer Füße.
Sie ging in Sams Zimmer, um sich das Muttermal genauer anzusehen. In diesem Moment wurde ihr klar, dass Sams Muttermal dem von Mark fast identisch war.
Am nächsten Morgen fragte sie Mark, ob es etwas gäbe, das er gestehen müsse. Erschüttert gestand er schließlich, dass er glaubte, Sam sei sein leiblicher Sohn.
Das Muttermal hatte ihn erschreckt und ihn zu diesem Gedanken gebracht.

Es stellte sich heraus, dass Mark eine Affäre mit einer Frau gehabt hatte, die er in einer Bar kennengelernt hatte.
Mia war zutiefst verletzt, als sie erfuhr, dass Mark sie in ihrer verletzlichsten Phase betrogen hatte – während sie schmerzhafte IVF-Behandlungen durchmachte.
Mark beteuerte, es sei nur ein einmaliger Fehler gewesen, doch für Mia war das Vertrauen unwiederbringlich zerstört.
Mia entschied, sich von Mark zu trennen. Sie wurde Sams alleinige Bezugsperson, nachdem Mark ihr das Sorgerecht übertrug.
Obwohl Marks Kontakt zu seinem Sohn auf gelegentliche Besuche und Geburtstagsgeschenke per Post beschränkt blieb, war er nicht vollständig aus Sams Leben verschwunden.
Mia wusste, dass sie die richtige Entscheidung für sich und Sam getroffen hatte, als sie erkannte, dass Mark bereit war, sein Kind aufzugeben, um seine Affäre zu vertuschen.
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